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Landschaft

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Wo die Ostalpen auf die Westalpen treffen, da liegt der Bregenzerwald.

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Vorarlberg ist nicht nur das Land an der Grenze zu Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Vorarlberg ist – geologisch gesehen – auch ein Grenzraum der Erdgeschichte. Hier, am Rhein, treffen die Ostalpen auf die Westalpen, durch Vorarlberg verläuft die europäische Zentralwasserscheide zwischen dem Schwarzen Meer und der Nordsee. Dieses Aufeinandertreffen prägt das Landschaftsbild. Der Betrachter sieht mehr Wiesengrün, mehr Alpweiden, eine bewegtere Gipfelflur als in anderen alpinen Regionen.

Flysch, Nagelfluh und Kalk

Im Bregenzerwald sind es drei Gesteinszonen, die sich überlagern: Flysch (Sandstein) und Nagelfluh (ein Gesteinskonglomerat) im Norden, Kalk im Süden. Auffallend ist, dass die Landschaft wie in Terrassen beständig ansteigt. Plateauförmigen Rücken und sanfte Kuppen in einer Höhe von etwa 1.000 Metern kennzeichnen die nördlichen Teile. Gegen Süden zu werden die Berge immer höher – bis zur 2.649 Meter hohen Braunarlspitze, dem höchsten Berg im Bregenzerwald.
Verschieden gefärbter Kalkstein bildet im Süden des Bregenzerwaldes wildzerklüftete Gipfel, stellenweise sogar verkarstete Landschaften, zum Beispiel am Hohen Ifen, am Hohen Freschen und auf der markanten Kanisfluh. Typisch für das kontrastreiche Landschaftsbild sind auch sanft ansteigenden Südhänge und felsige, steile Nordhänge. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist unter anderem der Diedamskopf bei Au-Schoppernau, einer der schönsten Aussichtsberge im Bregenzerwald.

Alpen und Bergkäse

Für die sichtbar gepflegte Kulturlandschaft sorgen in erster Linie die Bregenzerwälder Bauern. Die Grundlage dafür und eine Besonderheit ist die seit Jahrhunderten gepflegte 3-stufige Bewirtschaftung der Weiden. Nach der Schneeschmelze grast das Vieh die Talweiden ab. Dann geht es aufs „Vorsäß“, eine Art Mittelstation, im Hochsommer auf die Hochalpe und dann etappenweise wieder zurück in den heimischen Stall. Vorteil dieses „Nomadentums“ ist neben der Erhaltung der Kulturlandschaft die optimale Nutzung der Weideflächen. Dazu kommt, dass Alpweiden mit ihren vielen Kräutern die gesündeste Ernährung für Milchkühe bieten. So wird die Milch besonders geschmackvoll und aromatisch, die ideale Voraussetzung für den würzigen Bregenzerwälder Bergkäse.

Regen bringt Segen

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Dank der Lage am Nordrand der Alpen zählt der Bregenzerwald zu den niederschlagsreichsten Regionen im Alpenraum. Im Winter fällt überdurchschnittlich viel Schnee – bis zu 10 Meter sind es im Jahresschnitt in hochgelegenen Orten wie Warth und Damüls. Im Sommer lässt der Regen die Talweiden und Bergwiesen in üppigem Grün sprießen und speist die Bäche, Flüsse und Bergseen.

Wälder und Moore

Naturnahe Mischwälder – vorwiegend Buchen, Tannen und Fichten – sind typisch für den Bregenzerwald. Das Holz spielt in der Architektur und im Handwerk eine tragende Rolle. Außerdem gibt es zahlreiche Flach- und Hochmoore. Wissenswertes über die Bedeutung von Mooren erfahren Interessierte in Krumbach. Der Ort hat seine Moore unter dem Namen „moore Krumbach“ zugänglich gemacht und gleichzeitig einen künstlerisch gestalteten Naturraum geschaffen. Moorführer begleiten durch das Moor, Moorwirte offerieren „Moorlimonade“ und andere Besonderheiten.

Wandern mit Ausblick

Durch die kontrastreiche Landschaft verlaufen viele Kilometer Wanderwege: auf die aussichtsreichen Berge und Spitzen, zu den Alpen, zu Bergseen, an Flüssen und Bächen entlang. Vielerorts erzählen Themenwege von regionalen Besonderheiten: der Energieweg in Langenegg, der Barfußweg in Bizau, der Quelltuffweg in Lingenau, der Weg durch den Kräutergarten „Holdamoos“ in Au. Geführte Tagestouren bieten einige Orte an.